

Wanderstab
Wanderstäbe, Wanderstöcke, ich würde fast sagen es sind Begleiter auf Wanderungen. Es ist eine Art, ein Weg, mehr "Bodenhaftung", Halt, mehr Verbindung zu erlangen. Im übertragenen Sinn, ebenso wie im realen Tun.
Der Prozess des Aussuchens ist dabei (für mich) schon etwas Besonderes. Nicht jeder einigermaßen gerade Stock spricht mich an. Ich finde schön, wenn irgendeine Besonderheit an ihm ist. Eine Drehung, oder etwas wie ein "Nasenmann"... Die Art des Holzes und die Stärke macht auch einen enormen Unterschied. Wenn man das Holz als Grünholz sägt, wird es mit der Zeit durch den Trocknungsprozeß noch um Einiges leichter. Gerade Hasel wiegt im getrockneten Zustand nahezu nichts mehr. Zur Zeit habe ich drei fast fertige Begleiter (Drei verschiedene Holzarten, von denen ich nicht genau weiß, welche es sind. Hasel, Buche und?...)
Jeder Begleiter hat auch eine gewachsene Besonderheit und daraus ergibt sich wie er zu halten ist. Gibt es eine Art natürlichen Knauf, eine kleine Astgabel, oder einfach ein gerades Ende? Wie dick soll der Wanderstab sein? Wie lang... ich glaube da muss jeder "herumprobieren", was für ihn am Praktikabelsten ist.
Auf einen unserer Spaziergänge haben mein Mann und ich jeder einen Begleiter geschnappt. Beim Loswandern stellt sich dann erst einmal die Frage Wann setze ich den Stab auf, in welcher Hand halte ich ihn? Die Geräusche, die beim Aufsetzen entstehen veranlassen zum bewussten Gehen und oft auch zur Gleichmäßigkeit.
Eine schöne Erfahrung, wie jeder unterschiedlich mit diesem Neuen umgeht ;-)



